Leichter Abwärtstrend auf dem Tagesgeldmarkt – Nur in der Spitze unverändert hohe Zinsen
Die Tagesgeldanleger müssen in den nächsten Wochen und Monaten mit stagnierenden, wenn nicht gar fallenden Zinsen rechnen. Die Europäische Zentralbank hatte den Leitzins unter dem Eindruck der Schuldenkrise und der schwächelnden Wirtschaft in der Eurozone auf 1,00% gesenkt. Trotz des niedrigen Niveaus mehren sich die Stimmen, die eine weitere Zinssenkung fordern. Die führenden Tagesgeldanbieter zeigen sich bisher von der negativen Entwicklung nahezu unbeeindruckt, andere haben mittlerweile reagiert und ihre Verzinsung angepasst. Beispielhaft wäre die IKB zu nennen, die zum 23. Januar die Zinsen für ihr Tages- und Festgeldangebote senken wird. Die Tagesgeldanleger werden künftig nur noch 1,80% statt 2,10% für täglich fällige Einlagen erhalten.
Die Postbank hat bereits die Verzinsung neu justiert und die Vergütung für das Postbank Tagesgeldkonto mit angeschlossenem Girokonto von 1,50% auf 1,25% gesenkt. Mit diesem Wert verabschiedet sich die Bank praktisch vom Tagesgeldmarkt, ein Viertelprozentpunkt über dem Leitzins ist keine Investition wert.
Beim langjährigen Spitzenreiter im Tagesgeldvergleich, der Bank of Scotland, gab es kürzlich ebenfalls eine Reaktion auf die niedrigen Leitzinsen. Die Schotten verzichteten aber auf eine Zinssenkung beim Tagesgeld (aktuell 2,70%) und korrigierten lediglich die Verzinsung für langjährige Festgeldanlagen nach unten. Offensichtlich möchte die BoS auf dem Tagesgeldmarkt weiter eine führende Rolle spielen.
Grundsätzlich ist aber ein leichter Abwärtstrend zu erkennen, Sonderaktionen, wie die von der Norisbank, werden nicht mehr automatisch verlängert. Die Kunden der Bank müssen ab dem 2. Januar mit 1,35% statt 2,35% vorlieb.
Sehr gute Angebote sind aber weiter zu haben, 2,75% bei der MoneYou oder 2,70% bei der VTB Bank können sich wahrlich sehen lassen.
